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Oberlausitz-Video (K. M├╝ller)
Der Berzdorfer See - [SL]

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Interessante Videos zur Geschichte des Berzdorfer Sees

Quelle und ©: LMBV GmbH (youtube.com/user/lmbvvideokanal)


Vom Tagebau Olbersdorf zur 2. Sa╠łchsischen Landesgartenschau


Zeugen der Erdgeschichte - Der Tagebau Berzdorf


Sonderzug zum Tagebau Berzdorf


Die Rutschung P.


Vom Tagebau Berzdorf zum Berzdorfer See.

Alle Videos LMBV hier ...


Rund um den Berzdorfer See

Bevor wir uns auf den Weg um den See machen, etwas zu seiner Geschichte ...
Um 1835 begann man s├╝dlich von G├Ârlitz, am Standort der ehemaligen Ortslage Berzdorf, mit dem Abbau von Braunkohle. Damals noch in Sch├Ąchten Untertage.

Im Jahre 1919 wurde auf Tagebau umgestellt, was in der ersten Zeit harte Arbeit mit Hacke und Schaufel bedeutete!
Im Jahre 1922 wurde eine Kettenbahn (Foto) in Betrieb genommen, welche die Kohle zu einem errichteten Hochbunker mit einer Sieb- und Verladeanlage transportierte.

Vom Hochbunker zum Bahnhof Nikrisch - sorbisch: Nik┼Öi┼ż (seit 1936 Hagenwerder) wurde eine Gleisanlage errichtet, welche die j├Ąhrlich gef├Ârderten 65.000 - 85.000 Tonnen Rohkohle per Schiene weiterleitete.
Im Jahr 1927 wurde der Tagebau aus Gr├╝nden der Rentabilit├Ąt stillgelegt und innerhalb von 50 Tagen ├╝beer die Pliesnitz geflutet.

Nach Ende des zweiten Weltkriegs erlebte der Tagebau seine Reaktivierung. Der Tagebausee wurde trocken gelegt und im Dreischichtsystem der Braunkohleabbau stark voran getrieben. Es war wie Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs, in der die Braunkohle als Energietr├Ąger sehr begehrt war. - Das Foto zeigt den Kohlebetrieb mit dem Bagger 457 E 300 Anfang der F├╝nfziger Jahre und die gleichzeitige Verladung auf Waggons.

1962 bis 1965 wurde der Ort Berzdorf nach Sch├Ânau-Berzdorf umgesiedelt.
Das Foto links entstand Mitte der Sechziger Jahre und zeigt den ├ťbergang vom S├╝d zum Nordfeld des Tagebaues.

Bis 1970 entwickelte sich der Tagebau zum Gro├čtagebau. Es wurden F├Ârdermengen von bis zu 7 Millionen Tonnen Braunkohle pro Jahr erreicht.
Der F├Ârderbandbetrieb l├Âste den Zugbetrieb ab und moderne Gro├čbagger wie der 1452 (Bild rechts) f├Ârderten bis zu 50.000 Tonnen Kohle pro Tag!

In den 1980er Jahren fanden hier ca. 7000 Menschen Arbeit. 1988 musste Deutsch-Ossig weichen.

Nach ├╝ber 150 Jahren Braunkohleabbau wurde im Dezember 1997 die F├Ârderung aus wirtschaftlichen Gr├╝nden eingestellt!
(Quelle sowie weitere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Berzdorfer_See)

Ebenfalls danken wir dem Verein Bergbaulicher Zeitzeugen Berzdorf-Oberlausitz e.V. f├╝r die interessanten Fotos!

Ausserdem danken wir dem Verein Oberlausitzer Bergleute e.V. f├╝r Bilder und inhaltliche Beratung !
Weitere Einzelheiten, Bilder eine interessante Zeittafel finden Sie auch unter www.berzdorfer-see.eu

Eine bittere Erfahrung f├╝r diejenigen, die ihren sicher geglaubten Arbeitsplatz verloren. - Ein Gl├╝cksfall f├╝r die Natur in der Region um Hagenwerder, G├Ârlitz, Tauchritz, Jauernick-Buschbach, Kunnerwitz, Sch├Ânau-Berzdorf und ihre Besucher!

Denn die Renaturierung, die schon lange ein Teil des modernen Tagebaubetriebes war, konnte nun auf der ganzen Fl├Ąche greifen!
Das Bild zeigt den Einsatz von schwerer Technik beim Befestigen des Grundes des zuk├╝nftigen Tagbausees.

Seit November 2002 speist das Fl├╝sschen Plie├čnitz den wachsenden See. Im Bild wurde der historische Augenblick festgehalten, als sich das erste Wasser der Plie├čnitz seinen Weg durch den Flutungsgraben bahnte!

├ťber eine extra errichtete Flutungsanlage wird seit November 2004 Wasser aus der Lausitzer Nei├če eingespeist. Dies geschieht nach strengen Kriterien, um den Wasserstand der Nei├če nicht zu weit abzusenken.
Aufgrund der vielen Niederschl├Ąge der vergangenen Monate gab es jedoch erhebliche Fortschritte in der Flutung.
Der Seewasserspiegel stieg so seit Jahresbeginn bis zum Sommer um mehr als 5,70 Meter, so dass nun (Stand 22. Juli 2009) 179 Meter ├╝ber NN gemessen werden konnten. Das Ziel sind 186,5 M ├╝ber NN!
├ťber die aktuelle H├Âhe des Wasserstandes wird von der LMBV u. a. an einer Infotafel am Aussichtspunkt Deutsch-Ossig informiert.

Die nebenstehende Karte zeigt einen ├ťberblick ├╝ber den Berzdorfer Sees und seine anliegenden Gemeinden.
Die Neuberzdorfer H├Âhe verdankt ihren Namen einem kleinen Ortsteil Neuberzdorf an der Stelle der jetzigen Abraumhalde.
Hier befindet sich ein Aussichtsturm aus Beton und Stahl mit einer Gesamth├Âhe von 28 m. Sein Fundament liegt auf einer H├Âhe von 309 m NN, das sind circa 123 m ├╝ber der endg├╝ltigen Wasserfl├Ąche des Berzdorfer Sees. Die Konstruktion besteht aus einem Stahlbetonschaft mit einer Gesamth├Âhe von 26 m um denen sich eine Treppe wendelt. Vier seitliche Stahlbeton-Pfeiler geben der Konstruktion halt.



Auf 19 und 21 m wurden zwei Aussichts-Plattformen errichtet. Dieser Turm ist auch der Standort f├╝r die Kamera.
Wenn gute Sicht herrscht, kann man von hier oben das Isergebirge, das Riesengebirge und das Lausitzer Bergland gut erkennen!
Am 26.6.2008 um 11:00 Uhr wurde dieser neu errichtete Turm feierlich eingeweiht. - Zum 27.6.2009, also ein Jahr sp├Ąter konnte die Kamera installiert und freigegeben werden.
Rund um den nun fast vollst├Ąndig gef├╝llten See sind auf 18 Kilometern bereits gut beschilderte Rad- und Wanderwege fertiggestellt. Von hier aus kann man sicher und bequem beobachten, wie die Landschaft gr├╝nt und sich der See in seiner vollen Fl├Ąche entfaltet.
Aber vor eigenst├Ąndigen Erkundungstouren ins Gel├Ąnde muss man immer noch warnen. Es besteht immer noch akute Lebensgefahr!

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